Stepping Stone Scholarship: Thank you, St Hilda!

St Hilda's College

Today I was kindly informed that I have been awarded a St Hilda’s College “stepping-stone”-scholarship for the Social Sciences, which pays for my college fees. Since I could not actually remember applying for any scholarship, this came as quite a surprise. I am not sure about the social protocol, so I’ll just go ahead and thank the S. Hilda’s College Senior Tutors for their trust. Also, I’ll start translating my webpage.

UK: Please Leave My Internet Alone

Quelle: Zeta

Vor wenigen Wochen hat das United Kingdom Parliament in einer gesetzgebenden Hektik ohne längere Debatte den Digital Economy Act in geltendes Gesetz überführt und ein neues Kapitel im Kampf um die Freiheit des Internets eröffnet. Zurecht eröffnet Cory Doctorow, Coautor bei BoingBoing und Kolumnist beim Guardian, seinen Artikel mit der Überschrift “This means war.”

Das neue Gesetz scheint Urheberrechtsvereinigungen nach dem Mund geschrieben und bringt zahlreiche Probleme mit sich: Dank des “Graduate Response”-Schema können Internanschlüsse, seien es die einer ganzen Familie, eines Wifi-Hotspots oder eines Unternehmens, bereits bei bl0ßer Anschuldigung geschlossen werden. Ein Medienunternehmen muss nicht nachweisen, dass der Urheberrechtsverstoß tatsächlich stattgefunden hat, um einer Privatperson oder einem Wifi-Hotspot schon mal die Verbindung zu entziehen. Ich sehe mal gerade über die “Schuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist”-Nummer hinweg und frage mich, warum bei der Gesetzgebung niemand beachtet hat, wie einfach man sich als ein anderer Internetnutzer ausgeben kann. Dafür muss kein großer Hacker notwendig sein, schon ein versehentlich offenes Wifi-Netzwerk oder ein Trojaner reichen vollkommen aus, um nicht mehr ganz Herr seiner Internetverbindungen zu sein. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht in der Lage ist, IP Spoofing von Tennis zu unterscheiden.

Im Interner war bereits im Vorlauf des Gesetzes ein deutlicher Aufschrei zu vernehmen, der sich im Allgemeinen auf einzelne Aspekte bezog – sei es die Gefahr für öffentliche Hotspots, die technische Ungenauigkeit bei der Bestimmung eines Schuldigen oder die praktisch fehlende Debatte um das Gesetz. Mich stört jedoch das große Bild, dass dieses Gesetz umgibt: Es handelt sich bei dem Digital Economy Act um einen massiven Eingriff  in die für das Internet relevante Gesetzgebung. Es ist verstörend, wie leichtfertig und unüberlegt ein Land wie das United Kingdom mit dem Internet umgeht – einem Netzwerk, das längst ein wichtiges Instrument zur aktiven Beteiligung in unserer europäischen Gesellschaft geworden ist.

Ich bin ebenso wie Cory kein Idealist, der davon ausgeht, dass ein vollkommen freies Internet sämtliche sozialökonimische Probleme von selbst lösen wird. Zensur und das vorschnelle Aussperren einzelner Mitglieder dieses Netzwerks ist jedoch sicherlich nicht der richtige Weg.

Tschüss Deutschland, Hallo Oxford

Oxford Internet InstituteSchön, wenn man seine Pläne frühzeitig machen kann: Nachdem ich Mitte Februar zu einem Interview in das Oxford Internet Institute geladen wurde, dort mit meiner Performance nur mäßig zufrieden war und anschließend in einer Führung durch das Institut eine traumhafte Ausstattung bewundern durfte, erreichte mich keine Woche später das Angebot. Es erwischte mich – wie könnte es bei Internetforschung anders sein – via Mail und iPhone mitten im vollkommen überfüllten RegionalExpress von Düsseldorf nach Münster. Gespielte Coolness ist fehl am Platz, ich freue mich riesig. Die Zulassungsquote ist bei nur 20 Plätzen ähnlich hoch wie der Alkoholgehalt in einem Kinderriegel.

Ab Oktober 2010 geht es für mich also raus aus Düsseldorf und Deutschland und ab an die University of Oxford, England. Ich freu mich drauf!

Apfelshow #14: Aufnahme mit Live-Schnitt

Heute haben wir uns bei Apfeltalk was vorgenommen: Der Wecker klingelte um sechs, Stunden später traf sich das halbe Team in Bremen ein, um neben dem üblichen Equipment für die Aufnahme der Apfelshow auch Live-Schnitt-Geräte aufzubauen. Zwischen Scheinwerfen, Kameras und Tonmischpult auch ein Videopult, dass das Material via HD-SDI direkt an eine CompactFlash-Aufnahmeeinheit schickt. Der Schnitt erfolgt live, der Recorder produziert sofort MPEG2-Dateien. Zeitersparnis für mich: Rund 90 Prozent de gesamten Postproduktion, also mal locker zehn bis zwölf Stunden! Netter Nebeneffekt: Die Show kann schon morgen online gehen.